"Make America great again." - Was wäre, wenn Donald Trump Präsident wird?


"Amerika wieder großartig machen" - das ist der Slogan, mit dem Donald Trump im November zum Präsidenten gewählt werden will. Der Multi-Milliardär fiel in der Vergangenheit bereits häufiger auf - nicht gerade positiv. Ganz nach dem Motto: "Lieber schlechte Presse als keine Presse." begleitet Trump uns seit Beginn des Wahlkampfes in den Medien. Als Top-Kandidat der Republikaner kämpft Trump noch bis November 2016 um den Einzug ins weiße Haus und hat dabei schon das ein oder andere Wort verloren, das die Menschen zweifeln lässt.

Wird Trump Präsident der Vereinigten Staaten?


Neben Clinton zählt Donald Trump zu den Favoriten im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft. Die Tatsache, dass mittlerweile selbst Republikaner ihren Favoriten fürchten und attackieren, zeigt, dass selbst die eigenen Reihen einen Erfolg Trumps fürchten. Noch ist das Ergebnis völlig offen, denn gewählt wird erst am 08. November.

Aus Trumps Ankündigungen und Reden erkennt man einen möglichen Präsidenten der Innenpolitik. Ähnlich wie Obama, der das Sozial- und Gesundheitswesen zu seinem Projekt machte, würde Trump sein größtes Augenmerk auf innenpolitische Entscheidungen legen. Ginge es nach ihm, würden sich die Staaten in Zukunft aus allen außenpolitischen Angelegenheiten weitestgehend raushalten oder für ihren Einsatz Geld verlangen. Er möchte zudem US-Unternehmen im Ausland stärker versteuern, den Freihandel einstellen und die Einkommenssteuer reduzieren.

Die Schusswaffendebatte sorgte in letzter Zeit in den Medien für Aufsehen. Schüsse auf Polizisten, Amokläufe - dennoch will Trump die Waffengesetze nicht verengen - obwohl er im Groben und Ganzen für mehr Kontrolle ist. Was wäre, wenn Donald Trump Präsident wird?

Wirtschaft

Die eigene Wirtschaft schützen. Donald Trump schwört auf Protektionismus und will deshalb alle US-amerikanischen Unternehmen, die ihren Sitz ins Ausland verlagern, mit einer Strafsteuer von 20% belegen. Damit sagt er den Dumpingpreisen Chinas den Kampf an. Andersherum sollen chinesische Produkte auf dem amerikanischen Markt mit 25% zusätzlich versteuert werden - bis das Preisdumping beendet wird.

Auf diese Art und Weise würde Donals Trump die eigene Wirtschaft ankurbeln und so Arbeitsplätze im eigenen Land sichern und erhalten. Positiv wäre dies vorallem für die Staatskasse, internationale Beziehungen würden aber wohl darunter leiden.

Klimaschutz

Klump wäre definitiv kein Klimaschützer. Mit seiner Energiepolitik würden die USA einen groben Rückschlag verursachen was etwa weltweite Klimaschutzverhandlungen angeht. Energie gewonnen und geheizt werden soll demnach künftig mit Öl und Gas - US-amerikanischem versteht sich.

Dies würde die Energiepreise im eigenen Land senken, würde aber auch bedeuten, dass das umstrittene Fracking weiter an Bedeutung gewinnen würde. Öl aus anderen Ländern würde Trump nicht mehr importieren, um so die OPEC zu zerschlagen.

Steuerpolitik

Trump würde die Körperschaftssteuer für Unternehmen abschaffen. Er verspricht sich davon mehr Arbeitsplätze, denn "zahlen Unternehmen weniger Steuern, stellen sie mehr Leute ein". Auch die Einkommenssteuer würde unter Trump einige Veränderungen erfahren. Fraglich erscheint dann jedoch, wie Trump künftig Infrastruktur, Bildung und Gesundheitskosten decken will.

Sozialpolitik

In sozialen Fragen wählt Trump den Weg des geringsten Widerstandes, scheint aber etwas konfuse Vorstellungen zu vertreten. Er spricht sich zwar gegen die Diskriminierung Homosexueller am Arbeitsplatz aus, ist jedoch gegen die bereits abgesicherte Homo-Ehe. Er ist zwar gegen die Abtreibung, formuliert aber gleichzeitig Ausnahmen. Auch zum Thema Rassismus steht er mit gespaltener Meinung. Er sei "die am wenigsten rassistische Person", macht aber für die Proteste im Land die Schwarzen allein verantwortlich.

Migrationspolitik

Seine gestörte Beziehung zu den Mexikanern kann man dem Plan eines Mauerbaus an der mexikanischen Grenze entnehmen. Zudem möchte er Einwanderer ausweisen und allen in den Staaten geborenen Babys von Einwanderern die US-Staatsbürgerschaft verweigern.

Trump will also 11 Millionen Einwanderer ausweisen, was nicht nur 600 Milliarden Dollar kosten würde, sondern auch noch 20 Jahre Zeit bräuchte - das ist länger als er überhaupt jemals US-Präsident sein könnte.

Außenpolitik

Einsätze der US-Truppen sollen künftig vom "Zielland" gezahlt werden. Der Terrorgruppe Islamischer Staat (kurz: IS) sagt er auch weiterhin den Kampf an - er möchte ihnen das Öl abdrehen.

Gesundheitspolitik

Die Pflichtversicherung "Obamacare" würde Trump wohl sofort durch günstigere Krankenversicherungen ersetzen. Er setzt dabei vor allem auf Wettbewerb. Doch Obamacare hat mittlerweile so viel Zuspruch in den Staaten, dass Trump das Thema Gesundheitspolitik kaum noch freiwillig anspricht.

Mit welchen Folgen müsste Europa rechnen, wenn Trump ins Weiße Haus zieht?


Eines steht wohl fest: Wird Donald Trump im November zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, sind die Flüchtlingskrise, der Klimawandel und die Krise in der Ukraine in Zukunft Probleme, bei denen Europa nicht mehr auf die Unterstützung der USA hoffen muss. Trump erklärte vor einiger Zeit, dass er Muslimen die Einreise in die Staaten verbieten würde und löste so eine Debatte aus. In der Verfassung ist das übrigens genauso verboten, wie das Verweigern der US-Staatsbürgerschaft gegenüber in den USA geborenen Kindern. 

Wird Trump Präsident, drohen den USA nicht nur unvorstellbare Schulden, die auf Trumps Steuerpolitik zurückgehen würden, sondern auch innenpolitisches Chaos, da Trump viele von der Opposition beschlossene Gesetze angreifen würde. Außerdem würde Trump die Staaten in die 1950er Jahre zurückversetzen - nämlich in die Zeit vor den Civil Rights Movements, die den USA die Bürgerrechte brachten, die sie heute haben.

Eines steht fest: Trump als Präsident wäre gerade deshalb eine solche Gefahr, weil ein republikanischer Präsident gleichzeitig eine republikanische Mehrheit im Kongress hätte - Trump könnte so alles, was er will, auch wirklich durchsetzen.

Quellen: web.de/magazine, spiegel.de, bz-berlin.de, faz.net, n-tv.de, focus.de, 


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Vier Jahre Daydreamer-Kev - Wer bin ich überhaupt?


Aller Anfang ist schwer: Weil ich schüchtern bin, mache ich nicht gern den ersten Schritt.

Bachelor: Nächstes Jahr schreibe ich meine Bachelor-Arbeit, um meinen ersten Hochschulabschluss zu erhalten.

Community: Nachdem ich Facebook den Rücken gekehrt habe, bin ich nur noch auf Twitter aktiv.

Deutsch: Deutsch ist eines meiner Studienfächer, das ich jedoch mehr notgedrungen gewählt habe. Ursprünglich wollte ich Biologie studieren.

Ehe: Ich kann mir schon vorstellen, eines Tages zu heiraten, möchte dies jedoch nur ein einziges Mal im Leben tun, weshalb ich mir damit Zeit lasse.

Filme: Ich mag Actionfilme und Thriller oder Filme, in denen Magie und Fantasie verkörpert werden - Harry Potter, die Tribute von Panem, Prestige, ... Mittelalterfilme mag ich hingegen gar nicht: Herr der Ringe habe ich nie gesehen.

Geld: Wenn ich reich wäre, würde ich das Geld nicht überheblich aus dem Fenster schmeißen und auch nicht aufhören zu arbeiten. Ich würde weiterhin ein geregeltes Leben führen.

Historie: Die von mir am häufigsten besuchten Websites sind: gmail, blogger, mein eigener Blog und amazon. Soziale Netzwerke sind nicht dabei, da ich diese meist auf dem Smartphone öffne.

Inspiration: Ich laufe immer mit offenen Augen durch die Welt und laufe zeitweise über, weil ich so viele Ideen habe. Leider habe ich mir noch nicht angewöhnt, immer einen Notizblock dabei zu haben, sodass ich viele Ideen einfach wieder vergesse.

Jugendtraum: Ich wollte früher unbedingt Polizist werden und habe mit meinen Freunden immer K-11 nachgespielt. Das Klettergerüst war unsere Polizeizentrale und wenn wir einmal um das Klettergerüst gelaufen sind, war es plötzlich die Wohnung, die wir stürmen mussten.

Kontakte: Ich denke mir immer: Es wäre so praktisch, wenn man in jeder Branche ein paar Freunde hätte: Einen Anwalt, einen Arzt, einen Banker, einen Finanzberater. Leider sieht die Realität etwas anders aus. Ich hab zwar Kontakte in eine Arzt- und eine Zahnarztpraxis und einen Banker, die restlichen Branchen sind aber (noch) nicht besetzt.

Lebensmotto: Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen. (Franz Kafka) Kurz gesagt: Von nichts kommt nichts. Klingt dann aber nicht mal halb so schön. Dieses Zitat war übrigens das erste, was auf diesem Blog geschrieben wurde!

Musik: Ich höre selten Musik, meist im Auto. Wenn ich spotify mal nutze, höre ich meist Coversongs und acapella.

Nichtraucher: Ich habe tatsächlich noch nie an einer Zigarette gezogen und habe es auch nicht vor.

Ordnung: Ich bin mit Sicherheit nicht perfekt und keine Super-Haushaltskraft, aber Ordnung ist mir schon wichtig, weil ich mich sonst nicht wohlfühle.

Partnerschaft: In einer Partnerschaft ist Aufmerksamkeit wichtig. Man muss einander zuhören, zwischen den Zeilen lesen können und wissen, was der jeweils andere mag oder nicht mag.

Quasselstrippe: Ich kann zwar viel reden, aber ich hasse lange Telefonate, weil ich die doofe Angewohnheit habe, neben dem Telefonieren nichts anderes zu machen.

Reisen: Geographie ist mein zweites Studienfach, dementsprechend liebe ich das Reisen und möchte möglichst viel von der Erde sehen. Bis her habe ich Europa aber noch nie verlassen.

Sprachen: Deutsch ist meine Muttersprache. In der Schule habe ich zudem Englisch und Latein gelernt, letzteres beherrsche ich aber mehr schlecht als recht. Am liebsten würde ich Italienisch lernen, jedoch fehlt mir der Mehrwert, weil man Italienisch nur in Italien spricht. Stattdessen möchte ich mich nun etwas mit Spanisch beschäftigen.

TV: Meine Lieblingsserien sind: Charmed, Navy CIS, The Blacklist, Glee und Quantico.

Unterricht: Geographie und Bio haben mir in der Schule immer sehr gefallen, sodass ich beschlossen hab Lehrer zu werden - das mit der Fächerkombi hat nicht ganz so gut geklappt, aber was soll's.

Vorfreude: Aktuell freue ich mich sehr auf meinen Geburtstag, den Umzug nach Hamburg, meinen Urlaub und auf Weihnachten - fragt mich was leichteres, aber Weihnachten ist einfach schön. Hoffentlich gibt es Schnee.

Wochenende: Ich gehe nicht gerne feiern, weshalb ich auch an Wochenende eher nicht in Discos zu finden bin. Wenn ich mal weggehe, findet man mich eher in Bars oder im Kino.

X-Treme: Ich würde gerne einmal Fallschirmspringen, habe aber gleichzeitig wahnsinnige Angst davor, sodass ich das vermutlich niemals machen werde.

YouTube: Ich bin wahnsinnig selten auf YouTube unterwegs. Die einzige YouTuberin, die ich dort kennengelernt und regelmäßig verfolgt habe, war Christina Grimmie, die leider in diesem Jahr verstorben ist.

Zukunft: Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass ich mein Studium und mein Referendariat erfolgreich abschließe und schließlich an einer Schule verbeamtet werde. Ich hätte gern eine Eigentumswohnung oder ein gemütliches Häuschen mit Garten und ein eigenes Auto.


Terroranschläge versetzen uns in Angst und Schrecken - ein altes Thema neu aufgerollt.


Terror ist kein Phänomen des Jahres 2016, auch wenn er aktuell näher scheint als je zuvor. Doch allein im Jahr 2015 gab es weltweit mehr als 9.000 Terroranschläge, die meisten davon blieben von uns unbemerkt, da die europäischen Medien nie ein Wort darüber verloren. Im Nahen Osten und in Teilen Afrikas scheint Terrorismus zum täglichen Leben dazu zu gehören. Terroranschläge, die beispielsweise in Lybien, Somalia oder Nigeria stattfinden, bleiben in Europa häufig unerwähnt. Terror gab es schon immer - Anschläge sind fester Bestandteil der Geschichte. Doch das Ausmaß wandelt sich gewaltig und das 21. Jahrhundert verleiht dem Terror ein neues, abscheuliches Gesicht.

"Terrorismus ist die Pest des 21. Jahrhunderts"


Terrorismus breitet sich aus. Wie eine Epidemie, eine Seuche, breitet er sich aus und wird stärker. Die Organisationen gehen brutaler vor, greifen auf modernere Technologien zu. Der Startschuss dieser Epidemie war der 11. September 2001. Damals und in den folgenden Jahren dominierte die Terrorgruppe Al-Qaida die internationale Angst vor Terrorismus - dieses Bild hat sich mittlerweile geändert. Terror begleitet uns durch das 21. Jahrhundert. Natürlich würde es viel zu lange dauern, alle Attentate des 21. Jahrhunderts aufzulisten, weshalb hier besonders verheerende und in den Medien presente Anschläge aufgelistet werden. Dennoch möchte ich betonen, dass ich jeden Terroristischen Akt verurteile, nicht nur die hier aufgezeigten.

11. September 2001

Entführte Flugzeuge, der Einsturz der World Trade Center - die Terrorgruppe Al-Qaida bekennt sich zu dem Attentat, bei dem in New York und Arlington, Virginia mehr als 3000 Menschen starben. Ein Ereignis, das seitdem für den Terror des 21. Jahrhunderts steht und die internationale Sicherheit in Frage gestellt hat. Sicherheitsvorkehrungen in Flugzeugen und im Luftverkehr wurden seitdem stark verschärft.

11. April 2002

Sieben Monate nach 9/11 gibt es ein weiteres schweres Attentat, zu dem sich Al-Qaida bekennt. Auf der tunesischen Insel Djerba rast ein mit 5.000 Litern Gas beladener LKW in die Al-Ghibra-Synagoge. 21 Urlauber, darunter 14 Deutsche, starben durch das Feuerinferno, das bei der Explosion entstand. Drahtzieher für die Terrororganisation Al-Qaida soll ein Deutscher gewesen sein, der 2009 zu 18 Jahren Haft verurteil wurde.

12. Oktober 2002

Der Bombenanschlag von Bali gilt als schwerster Anschlag der indonesischen Geschichte. Der Anschlag kostete unter anderem sechs Deutsche und drei Schweizern das Leben und hatte weitreichende Folgen für den indonesischen Tourismus. Insgesamt kamen bei dem Anschlag mehr als 200 Menschen um.

11. März 2004

Zehn Bomben detonieren in insgesamt vier Zügen rund um die spanische Hauptstadt Madrid. Bei den bis dato schwersten und blutigsten Anschlägen der europäischen Geschichte kamen rund 200 Menschen um, rund 2.000 weitere wurden verletzt.

07. Juli 2005

Drei U-Bahn-Züge und ein Doppeldeckerbus explodieren im Londoner Berufsvekehr. 56 Menschen starben, mehr als 600 wurden verletzt. Diese islamistisch motivierten Anschläge lösten eine Reihe von Angriffen auf Moscheen aus, die von der Regierung als "Racheakte" bezeichnet wurden.

26. November 2008

17 Bomben detonieren in der Stadt Bombay. Gleichzeitig liefen etwa zehn Angreifer durch die Stadt und schossen wahllos auf Menschen. Bei der Anschlagsserie, die einen dreitägigen Ausnahmezustand zur Folge hatte, starben mehr als 170 Menschen, 240 wurden verletzt. 

07. Januar 2015

Der Terror klopft an unsere Tür. Bei dem Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo, erschossen Attentäter elf Angestellte und verletzten mehrere Menschen. Die Täter des Anschlags, zu dem sich Al-Qaida später bekannte, wurden auf der Flucht erschossen.

12. November 2015

Der Anschlag in Beirut kostet 44 Menschen das Leben, 240 weitere wurden verletzt, als sich Attentäter des Islamischen Staats im Feierabendverkehr der Stadt in die Luft jagten. 

13. November 2015

Wieder erschüttern Terroristen die französische Hauptstadt. 130 Menschen wurden bei den Schießereien getötet, 400 weitere verletzt, davon 100 schwer. Neben den Schießereien der IS-Kämpfer gab es einige Sprengstoffexplosionen.

26. Februar 2016

Bei einer Messerattacke in Hannover verletzt eine IS-Sympathisantin einen Polizisten. Später werden Verbindungen zum Islamischen Staat nachgewiesen.

13. März 2016

Bei einem Bombenanschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara, zu dem sich die Splittergruppe TAK bekennt, wurden mehr als 30 Menschen getötet und 120 verletzt. Die Terroristen sprengten sich an einer Bushaltestelle in die Luft.

22. März 2016

Die Explosionen am Brüsseler Flughafen und in einer Metro kosten rund 40 Menschen das Leben, mehr als 300 weitere wurden verletzt. Der IS bekennt sich zu der Tat.

19. April 2016

Durch die Explosion einer Autobombe in Kabul kommen mehr als 60 Menschen ums Leben. Die Taliban bekennen sich zu diesem Anschlag in Afghanistan, bei dem zudem mehr als 340 Menschen verletzt werden.

12. Juni 2016

Im US-Bundesstaat Florida kommen beim Massaker von Orlando 49 Menschen ums Leben, mindestens 50 weitere werden verletzt. Der Attentäter eröffnete in einem Nachtclub für Homosexuelle das Feuer und wurde anschließend von der Polizei erschossen.

13. Juni 2016

Eine Messerattacke vor einem französischen Polizeirevier kostet zwei Menschen das Leben. Der Attentäter wird erschossen. Der IS bekennt sich zu dieser Tat.

14. Juli 2016

Am französischen Nationalfeiertag rast ein bewaffneter Mann mit einem LKW in eine Menschenmenge und schießt wild um sich. Bei dem Anschlag, zu dem sich der IS bekennt, starben 84 Menschen, über 300 wurden verletzt.

18. Juli 2016

Ein Attentäter, bei dem man später eine selbstgemalte IS-Flagge findet, greift in einem Regionalzug nahe Würzburg Reisende mit einem Messer und einer Axt an und verletzt dabei fünf Passanten. Der Mann wird später von Polizeikräften erschossen.

24. Juli 2016

Die Terrororganisation IS bekennt sich zu einem Sprengstoffanschlag in Ansbach, bei dem ein Täter eine Rucksackbombe zündet, nachdem Sicherheitskräfte ihm den Zugang zu einem Festivalgelände versagten. Bei dem Anschlag kam nur der Attentäter ums Leben, durch umherfliegende Metallteile und die Explosion wurden 15 Menschen verletzt.

26. Juli 2016

Bei einem Anschlag mit Stichwaffen, zu dem sich ebenfalls der IS bekennt, stirbt ein Kirchenmitarbeiter, ein weiter wird verletzt. 

3. August 2016

Bei einem Messerangriff in London kam eine Person ums Leben, fünf wurden verletzt. Aktuell konnte noch kein Drahtzieher ermittelt werden.

6. August 2016

Ein wohl islamistisch motivierter Angriff mit einer Machete sorgt in Belgien für zwei Verletzte in einer Polizeistation. Der Täter wurde sofort erschossen. Zusammenhänge zum IS konnten bisher nicht ermittelt werden.


Terrorismus wird uns noch weiterhin begleiten. Wir sollten nicht daran zweifeln, dass unsere Sicherheitsbehörden alles versuchen, um uns zu schützen und Gefahren abzuwenden, sollten aber auch nicht zu leichtfertig sein. Wie sagt man: Wenn die Angst vor Terror uns lähmt, haben die Terroristen bereits gewonnen.


Quellen: tz.de, sputniknews.com, [Neumann, Peter: Terrorismus im 21. Jahrhundert], faz.net



Schießerei in München, Bombenanschlag in Ansbach - Warum gibt es immer nur schlechte Neuigkeiten in den Nachrichten?


Dass die Darstellung der Medien die öffentliche Wahrnehmung prägt, ist nichts Neues. Gerüchte streuen sich, Zwischenfälle führen zu Ausländerhass. Kultivierungshypothese nennen die Kommunikationswissenschaftler diesen Einfluss der Medien. Demnach ist es im Allgemeinen so, dass negative Nachrichten größere Schlagzeilen machen als positive. Während beispielsweise über die wirtschaftlichen Probleme von Karstadt berichtet wird, bleiben die vielen Neugründungen nahezu unkommentiert. Die Meldung "Es brennt in der Scheune!" interessiert den Bauern eben mehr als "Alles ist in Ordnung."

Schalten wir die Nachrichten ein, hören wir von einem Militärputsch in der Türkei, einem Verrückten, der mit einer Axt durch einen Regionalzug eilt, einem Amoklauf in München oder einen Bombenanschlag in Ansbach. Schlechte Nachrichten verkaufen sich wesentlich besser als gute - sie sind beliebter und glaubwürdiger. Psychologisch begründbar ist dies mit einem einzigen Schlagwort: Sozialkompetenz. Schlechte Nachrichten erwecken Mitleid, lösen Empathie aus. 

Außerdem sprechen schlechte Nachrichten unseren Instinkt an. Wird von einem Anschlag oder einem Amoklauf gesprochen, denken wir sofort: GEFAHR. Wir denken aber auch: Zum Glück war ich nicht dort. Dennoch werden wir uns bewusst: Mir kann das auch passieren. Bin ich als nächstes dran?
Gute Nachrichten vermögen dies nicht auszulösen. "Das ist schön." oder "Hurra." - Glück und Freude, mehr kommt da nicht. Sind wir nicht direkt betroffen, sind die Gedanken anschließend zu Ende. 

Schlechte Nachrichten machen uns krank


Das zeigt eine aktuelle US-Studie. Schlechte Nachrichten können Stress auslösen. Demnach sei das Gucken von Nachrichten einer der wesentlichen Gründe für erlebten Stress. Bei einem Anschlag im April 1995 detonierte eine Autobombe vor einem Kindergarten - es starben 168 Menschen, darunter 19 Kinder. Auch Menschen, die kilometerweit entfernt waren, fürchteten sich plötzlich um ihre eigenen Kinder. Dabei vermitteln die verschiedenen Nachrichtensender die News immer sensationeller, um sich mit der Konkurrenz messen zu können.
Nachrichten schauen löst Stresssymptome aus. Eine andere US-Studie mit 4.500 Amerikanern zeigte, dass Menschen, die sich intensiv mit der Berichterstattung beschäftigten, sogar mehr Stresssymptome zeigten, als Menschen, die etwa beim Boston-Marathon-Anschlag dabei gewesen waren.

Wie unsere Psyche die Welt schlechter macht als sie ist


Die News vermitteln, dass es der Welt, in der wir leben, schlecht geht. Drei von vier Befragten einer in Deutschland durchgeführten Umfrage meinen, dass es den Menschen in Entwicklungsländern immer schlechter gehe. Sogar neun von zehn sind der Überzeugung, dass wir die Umwelt immer weiter verschmutzten. Doch in Wahrheit geht es dieser Welt sehr gut. Zwar leben wir nicht im Himmel, doch zu Zeiten des Mittelalters, der Epidemien in Europa, der Zeit des Krieges oder den 70er-Jahren, indem unsere Wirtschaft in den Keller fiel, geht es uns wirklich gut. Wir leben länger und gesünder als noch vor einigen Jahren, wir arbeiten weniger für mehr Geld. Dennoch behaupten wir, dass es uns schlechter geht, da die Nachrichten nur über Missstände berichten. 

Wir haben Einfluss auf die Medien, die Medien haben Einfluss auf uns... Auf der einen Seite ist das gut, doch manchmal sollten die Nachrichtensender auf Fakten warten, ehe sie Halbwahrheiten streuen, nur um die ersten zu sein. So schlecht ist die Welt nicht, auch wenn wir sie so wahrnehmen. Und wenn wir einfach häufiger mal hinausgehen und nicht jede Nachrichten-Sondersendung stundenlang verfolgen, würden wir davon auch mehr mitbekommen.

Quellen: zeit.de, faz.net, spiegel.de, tz.de

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Sie sagten, wir hätten keine Probleme - die größten Ängste der Menschheit


Das Trendspiel Pokémon GO - bei Apple und Android landete es schnell auf dem ersten Platz der App-Charts.


Derzeit trifft man Pokémon-Sammler alle paar Meter auf der Straße. Das Trendspiel Pokémon GO eroberte die Smartphones innerhalb weniger Tage. Der Inhalt ist alt - die Idee eine Revolution.

Seit wann gibt es Pokémon?


1996 startete der junge Ash Ketchum zum ersten Mal sein Abenteuer auf den Gameboys. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre hat sich die Anzahl der kleinen und großen Monster verfünffacht - und es werden immer mehr. Aktuell arbeitet Nintendo an einer neuen Generation: Pokémon Sonne und Pokémon Mond erscheinen im November diesen Jahres.

Zwar war man auch mit dem Gameboy schon mobil, doch auf dem Sofa zu liegen, während man die Welt der Pokémon erkundet, war oft viel bequemer als dabei umherzulaufen. Mit den Smartphones, dem mobilen Internet und mittlerweile sogar WLAN in vielen Innenstädten wurde der Menschheit eigentlich alles gegeben, um Couchpotatoes zu mobilisieren.
Facebook, Snapchat, Instagram - anstatt unsere Freunde zu treffen, sendeten wir eine Whatsapp, unsere Gesichter sahen wir nur auf Selfies, die anstrengendste Bewegung im Leben wurde der Griff zum Smartphone-Ladekabel. Darin liegt das Problem der fehlenden Mobilität: Das einzige, was uns interessiert, ist unser Akkustand.

Pokémon GO ist die lang ersehnte Revolution - gleicht aber einer Zombieapokalypse.


Nintendo änderte das. Das lange angekündigte Pokémon GO lockt die Menschen wieder auf die Straßen. Es führt uns in die Städte, in Nachbars Garten (oder Keller), die Monster machen keinen Halt vor Grundstücksgrenzen, Zäunen, Mauern. Pokémon sind die bessere Polizei, wie aktuell ein Fall aus Dänemark zeigt, wo ein Pokémon-Sammler statt eines digitalen Monsters eine reale Leiche fand (→mehr dazu bei spiegel.de).
Leider ist das Spiel auch gefährlich. Trotz einer wunderschönen Warnung mit einem angsteinflößenden Garados, fesselt das Smartphone jeden Blick an sich auf der Suche nach den virtuellen Geschöpfen. Dass es extra deswegen einen Vibrationsalarm gibt, der anzeigt, wenn ein neues Monster auftaucht, ist dann nebensächlich.
Den Blick auf das Smartphone gesenkt, blindlings durch die Stadt laufend - das ist das, was vor einem Jahr als Jugendwort des Jahres gewählt wurde: Ein Smombie.
Versammlungen rund um PokéStops, die mit einem Lockmodul ausgestattet sind, oder gar sogenannte PokéWalks: Das sind keine Erfindungen, sondern bittere Realität. Hunderte Spieler scharen sich um irgendeine Sehenswürdigkeit, einen Ort besonderer Bedeutung - einen PokéStop -, um dort nicht nur alle zehn Minuten neue Items zu erhalten, sondern um die vom Lockmodul angelockten Monster zu fangen.

Woran erkenne ich PokémonGO-Spieler?


1. Sie schauen beinahe ununterbrochen auf ihr Handy, ohne jedoch zu tippen.
2. Sie laufen scheinbar ohne erkennbares Ziel durch die Gegend - auch in Sackgassen.
3. Sie bleiben ohne erkennbare Ursache einfach stehen, um einen PokéStop zu aktivieren oder ein Pokémon zu fangen.
4. Sie reden beinahe ununterbrochen auf ihrer Jagd über Pokémon.
5. Hin und wieder verbindet ein Kabel, das aus der Tasche hängt das Handy mit einer Powerbank.

Ist Pokémon GO gesund? Verbrennt Pokémon GO Kalorien?


So viele Erfolgsmomente in so kurzer Zeit. Wenn wir ein Pokémon fangen, spricht das das Belohnungssystem unseres Hirns an. Glückshormone werden ausgeschüttet und lösen ein Wohlgefühl in uns aus.
Außerdem geht man davon aus, dass regelmäßiges Spielen die Lernfähigkeit unseres Gehirns verbessert, weil dadurch Synapsen gestärkt werden.
Die Umkehrwirkung: Das Gehirn fordert uns zum Weiterspielen auf. Immer und immer wieder will es dieses Glücksgefühl erleben - wir werden schneller süchtig.

Die Revolution der Smartphone-Apps hat das geschafft, was Gesundheitsexperten seit Jahren predigen: Mehr Bewegung an der frischen Luft. So motiviert Pokémon GO dazu, einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Eine Studie stellte fest, dass das die Lebenserwartungen erhöht. Es mindert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und reduziert den Stress.
Experten haben zudem berechnet, dass wir etwa 125kcal pro Kilometer verbrennen. Um ein 10-Kilometer-Ei auszubrüten, müssen wir also 1250kcal verbrennen. Ein Kilo Körpergewicht verlieren wir etwa beim Verbrennen von 7000kcal - der Effekt ist also minimal. Dennoch: Das Spiel sorgt für frische Luft und Bewegung.
Auf der anderen Seite erfordert es unsere ständige Aufmerksamkeit. Der dauerhafte Blick auf das Smartphone ist nicht nur gefährlich. sondern auch gesundheitsschädigend.
Der Kopf eines Erwachsenen wiegt im Schnitt vier bis sechs Kilogramm. Je weiter wir den Kopf jedoch noch vorn neigen, umso mehr Kraft wirkt auf unsere Wirbelsäule. Bei einer Neigung von 30° lasten ganze 20 Kilo auf unserer Halswirbelsäule. Wenn wir auf unser Handy schauen, neigen wir den Kopf um bis zu 60° nach vorn. Das entspricht einer Last von 27 Kilogramm, die auf unseren Nacken und unseren Rücken wirken. Verspannungen, Kopfschmerzen und das übermäßige Abnutzen der Bandscheiben sind die Folge - letzteres kann einen operativen Eingriff notwendig machen - ersteres bekam in der Vergangenheit eine diagnostische Bezeichnung: Der "Handy-Nacken".
Um dem entgegenzuwirken hilft es, das Ohr auf die Schulter zu legen, bis ein Ziehen spürbar ist. Das wird auf der anderen Seite wiederholt. Anschließend soll der Nacken gestreckt werden, während die Schultern nach unten gezogen werden.

Pokémon GO verhilft übrigens auch zum Knüpfen neuer sozialer Kontakte, wenn man zufällig zur selben Zeit im Park nach dem Shiggy sucht, das schon seit Ewigkeiten als "In der Nähe" angezeigt wird. Der Austausch und die soziale Interaktion schweißen zusammen, senken den Blutdruck, stärken das Immunsystem und tragen so zu einer höheren Lebenserwartung bei.


Pokemon GO Drive?


Im Stadtteil Prenzlauer Berg in Berlin (und vermutlich auch überall anders) gibt es Leute, die mit ihrem Fahrrad in Schrittgeschwindigkeit umherfahren, das Smartphone in der Hand, um nach Pokémon zu suchen. 25,- Euro Bußgeld sind die Folge, bei mehrfachem Auffallen wird die Strafe entsprechend teurer. Wer beim Autofahren Monster jagt, gefährdet damit nicht nur sich, sondern auch andere. Handy am Steuer wird mit einem Bußgeld von mindestens 60,- Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Wirklich lohnenswert ist das nicht: An Autobahnen und Landstraßen sind selten Pokémon zu finden, der Empfang ist nicht sonderlich gut und der Preis dafür deutlich zu hoch.

Fazit: Pokémon GO taugt zwar nur im geringen Maße dazu, wirklich abzunehmen, hält aber auf jeden Fall fit und macht glücklich. Statt der erhofften Kalorien verbrennt das Spiel viel mehr den Akku. GPS-Standortabfrage und Mobile Daten fordern ihren Preis. Entgegen mancher Meinungen verbraucht das Spiel jedoch kaum Datenvolumen. Mehrere Tests haben belegt, dass pro Stunde nur etwa 20MegaByte verbraucht wurden. Pokémon GO scheint jedoch das erreicht zu haben, was Gesundheistexperten haben wollten. Zu welchem Preis das umgesetzt wird, wird die Zukunft zeigen.

Quellen: praxisvita.de, tz.de, spiegel.de, welt.de, chip.de

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Bloggewinnspiel


Am 17. August hat dieser Blog Geburtstag!


Als ich am 17. August 2012 mit diesem Blog anfing, wollte ich eigentlich nur selbstgeschriebende Geschichten veröffentlichen. Schnell habe ich aber gemerkt, dass mich das allein nicht erfüllt, also habe ich angefangen, verschiedenste Beiträge zu schreiben. Aktuell sind es über 230 Stück, die ich seitdem veröffentlicht habe. Darauf teilen sich mehr als 112.000 Seitenaufrufe auf, über die ich mich sehr freue und die nur dank Euch zustande gekommen sind!

Darum ist es an der Zeit, mich bei euch zu bedanken!

Gewinnspiel zum Bloggeburtstag


Jede große Party benötigt etwas Zeit, um geplant zu werden. Und je mehr Menschen planen, desto besser wird die Party. Da mein Blog bereits vier Jahre alt wird, hat jeder, der teilnimmt, eine vierfache Gewinnchance - euer Name kann also bis zu viermal im Lostopf landen!

Teilnahmeschluss ist der Bloggeburtstag - also am 17. August 2016 um 12:00 Uhr.

Wie nehme ich teil? Über die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag. Nachrichten über das Kontaktformular nehmen nicht an der Verlosung teil. Zur Teilnahme ist die Beantwortung mindestens einer der folgenden Fragen erforderlich:

1. Los: Was verbindest du mit einem Geburtstag? Was gehört zu einer guten Geburtstagsparty dazu?
2. Los: Zu welchem Thema würdest du gern einmal einen Beitrag auf meinem Blog lesen?
3. + 4. Los: Teile diesen Beitrag in einem sozialen Netzwerk deiner Wahl und setze den entsprechenden Link in deinen Kommentar.

Was kann ich gewinnen? Geschenke gibt es zum Bloggeburtstag natürlich auch. Die sind allerdings gut eingepackt, sodass man vorher gar nicht weiß, was es denn sein wird. Einen kleinen Hinweis gibt es jedoch:



Der Gewinner darf eines der drei Geschenke wählen - vorher werden sie natürlich ausgepackt!

Wer darf teilnehmen? Jeder Nutzer meines Blogs darf am Gewinnspiel teilnehmen. Minderjährige werden gebeten, sich vorher die Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten einzuholen.

Wie wird der Gewinner ermittelt und benachrichtigt? Die Namen aller Teilnehmer werden (entsprechend oft, je nach Anzahl der erhaltenen Lose) in einen zufällig gewählten Online-Zufallsgenerator eingegeben. Dieser ermittelt einen Gewinner. Der Gewinner wird anschließend per Mail benachrichtigt.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!


Einkaufen geht schon längst nicht mehr nur im Supermarkt - Lieferdienste bringen den Einkauf direkt nach Hause. Bequeme Möglichkeit oder teurer Luxus?


Es ist keine Neuheit mehr: Seinen Einkauf kann man sich längst nach Hause liefern lassen. Doch was kostet der Spaß? Im ersten Teil dieser Serien werfe ich einen Blick auf vier Online-Supermärkte.
Im Test treten an: 


21 Produkte sollen am Ende möglichst günstig im Einkaufswagen liegen. Interessant sind aber auch der Mindestbestellwert und die Versandkosten! Angebotspreise werden nicht berücksichtigt, sofern sie erkennbar sind.


Obst und Gemüse


myTime.de verkauft das Kilogramm Bananen für 1,05€. Allyouneedfresh.de verlangt für die gleiche Menge 1,59€. Der Rewe.de Lieferservice bringt die Bananen für 1,69€ pro Kilo nach Hause. Edeka24.de bietet keine Bananen an.

Auch bei den Gurken hat myTime.de die Nase vorn. Das Stück wird hier für 0,59€ verkauft. Mit 0,75€ belegt Allyouneedfresh.de den zweiten Platz. Rewe folgt mit 0,79€. Schlusslicht erneut: Edeka. Gurken habe ich hier nicht gefunden.

Kartoffeln finden wir preislich in der bekannten Reihenfolge. myTime.de bietet das Kilo für 1,20€, 1,25€ kosten sie bei Allyouneedfresh.de. Bei Rewe.de kauft man das Kilo für 1,75€. Bei Edeka24.de gibt es keine Kartoffeln.

myTime.de bietet Tomaten für 1,52€ pro Kilogramm an. Deutlich teurer ist Allyouneedfresh.de. Dort wird ein Kilogramm mit 2,38€ berechnet. Rewe liefert für 3,06€ pro Kilo, der Lieferservice von Edeka enttäuscht erneut.

Fleisch


Als nächstes hätte ich gerne gemischtes Hackfleisch gekauft. Allyouneedfresh.de und auch myTime.de bieten dies nur tiefgefroren an - Kostenpunkt: 6,40€ bzw. 5,98€ pro Kilo. Wie gewohnt sind wir im Onlineshop von Edeka nicht fündig geworden. Rewe bietet die abgepackte Variante für 4,38€ pro Kilo an und hat zudem Biohackfleisch im Sortiment.

Hähnchenbrustfilet kauft man bei myTime.de am günstigsten. 6,99€ pro Kilo werden hier berechnet. Für die gleiche Menge verlangt Rewe 9,99€, für etwas mehr gibt es auch hier wieder die Bio-Variante. Die bietet auch Allyouneedfresh.de. Für das einfache Filet verlangt die Seite 11,98€ pro Kilo. Hähnchenbrustfilet bei Edeka24 - Fehlanzeige.

Frischeartikel


Vorweg: Auch hier werden wir bei Edeka24 nicht fündig werden. Rewe und myTime verlangen für 100g Butter je 0,36€. Allyouneedfresh kassiert das Doppelte: 0,72€.

Rewe ist mit 0,22€ pro Ei aus Freilandhaltung nicht nur am günstigsten, sondern bietet wie gewohnt auch Bio-Eier an. myTime belegt mit 0,23€ den zweiten Platz, Allyouneedfresh mit 0,24€ den dritten. Bio-Eier haben auch diese beiden Anbieter.

Außerdem hätte ich gern H-Milch mit 1,5% Fett. Diese finde ich bei Rewe.de und Allyouneedfresh.de für 0,42€ pro Liter. 0,55€ verlangt myTime. Erstaunlicherweise bin ich hier auch bei Edeka24 fündig geworden. Mit happigen 1,70€ pro Liter bildet der Shop das Schlusslicht.

Tiefkühlprodukte


Der Lieferservice von Rewe hält sich an der Spitze. 3,53€ pro Kilogramm Fischstäbchen werden hier fällig. Mit 3,76€ reicht es für myTime nur für Platz zwei. Allyouneedfresh.de bietet lediglich Markenprodukte an und ist deshalb mit 6,42€ pro Kilo am teuersten. Bei Edeka bleibt der Einkaufswagen weiterhin leer.

Die dazu passenden Pommes Frites gibt es bei Rewe bereits für 0,89€ pro Kilogramm. MyTime folgt mit 0,99€ pro Kilo und Allyouneedfresh 2,65€.

Getreideprodukte


Toastbrot erhalten wir vom Rewe Lieferservice für 1,10€ pro Kilogramm. 1,27€ möchte myTime für das Toastbrot und bei Allyouneedfresh fallen 2,20€ an. Edeka24 bietet leider kein Toastbrot an.

Frischeiwaffeln finden wir bei Allyouneedfresh und myTime für 0,32€ pro 100g. Beim Rewe Lieferservice bezahlen wir 0,49€ pro 100g. Frischeiwaffeln hat Edeka24 nicht im Sortiment.

Egal, ob Penne, Fussili oder Spaghetti - Nudeln konnte uns jeder der vier Märkte bringen. Bei Rewe bezahlen wir 0,98€ für ein Kilogramm, 1,18€ sind es bei myTime und Allyouneedfresh, Edeka hätte gern 1,98€ für ein Kilogramm Pasta.

Getränke


Mit 0,29 pro Liter der Eigenmarke schafft Rewe es bei der Cola auf den ersten Platz. 0,39€ sind es bei myTime. Einen Liter Cola bekommt man bei allyouneedfresh ab 0,60€ und Edeka24 bittet mit 1,05€ pro Liter zur Kasse.

Wasser gibt es bei Allyouneedfresh für 0,30€ pro Liter. Mit 0,32€ liegt Rewe auf Platz zwei. myTime liegt mit 0,39€ noch vor Edeka24, wo ein Liter 0,44€ kostet.

Den Orangensaft finden wir bei myTime und Allyouneedfresh für 0,99€ pro Liter. 1,29€ kostet der Liter bei Rewe, Edeka verkauft für 1,39€.

Einen Liter Wodka kriegen wir - wenn wir denn 18 sind - von Rewe bereits für 7,13€ geliefert. 8,13€ müssen wir dafür bei myTime zahlen. Edeka24 berechnet 8,27€ pro Liter und Allyouneedfresh wird mit 8,56€ zum Schlusslicht.

Weitere Artikel


Bei Rewe und myTime.de erhalten wir Backpapier ab 0,95€ pro Rolle. Bei Allyouneedfresh werden für eine Rolle 2,19€ berechnet. Edeka verlangt für das Backpapier sogar 2,79€.

8 Rollen mit mindestens vier Lagen - Ansprüche an das Toilettenpapier, das wir bei Rewe für 2,89€ erhalten. 2,99€ kostet das Klopapier bei myTime. 3,39€ müssen wir bei Allyouneedfresh zahlen, Edeka möchte 3,99€.

Zum Schluss benötigen wir Zahnpasta. Mit 0,36€ pro 100ml belegt Rewe auch hier den ersten Platz. Allyouneedfresh verlangt 0,44€, myTime 0,47€. Am teursten wieder: Edeka24. Dort kosten 100ml Zahnpasta ganze 2,65€ - wohlgemerkt für eine Kinderzahncreme mit Erdbeergeschmack.

Fazit:


Der Rewe Lieferservice hat mit seinem breiten Sortiment überzeugt. Rewe weist einen Mindestbestellwert von 40,- Euro auf. Bis zu einem Wert von 100,-€ fallen dann 2,90€ Versandkosten an. Bei Rewe haben wir alle Produkte gefunden.
Gesamtpreis: 45,78€ zzgl. Pfand

Auch wenn wir bei myTime nur tiefgefrorenes Hackfleisch erhalten, haben wir alle 21 Produkte kaufen können. Das Sortiment ist sehr umfangreich. Der gesamte Einkauf kostet 40,30€. Einen Mindestbestellwert habe ich hier nicht gefunden. Hier wird jedoch ein Frischezuschlag in Höhe von 4,90€ plus 5,-€ Pfand für die Kühlbox berechnet, die kostenslos zurückgeschickt werden kann, wodurch man den Pfand zurück erhält. MyTime berechnet bis 100,00€ Einkaufswert Versandkosten in Höhe von 4,99€. 
Gesamtpreis: 50,19€ zzgl. Pfand

Bei Allyouneedfresh gab es ebenfalls nur das tiefgefrorene Hackfleisch, dennoch haben wir letztendlich alle Produkte kaufen können. Allyouneedfresh hat ziemlich viele Rabattangebote, die jedoch hier nicht berücksichtigt worden sind. Mindestbestellwert: 20,- €. Zudem wird ein Frischeaufpreis erhoben. Kostenlosen Versand gibt es ab 40,- Euro, ansonsten fallen 4,90€ Versandkosten an. Ab 80,- Euro Einkaufswert kann man zudem einen Gratisartikel wählen. 
Gesamtpreis: 59,87€ zzgl. Pfand

Edeka24 hat nicht überzeugt. Das Sortiment ist stark begrenzt, die Produkte meist noch teurer als bei den Alternativen. Kostenlosen Versand gibt es ab 75,- Euro. Darunter fallen 3,95€ für den Versand an. Mindestbestellwert ist 10,- Euro. Bei Edeka24 haben wir nur 8 von 21 Produkten gefunden.
Gesamtpreis: 25,42€ zzgl. Pfand


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Wir meckern über das warme, feuchte Wetter der letzten Wochen, doch ein kleines Erdbewohner freut sich: Die Stechmücke.



Gewöhnt euch an dieses Geräusch, denn das wechselhaft warme und feuchte Wetter der letzten Wochen bietet ideale Voraussetzungen für die Verbreitung der Stechmücke. Sie gehören zum Sommer dazu - das lästige Summen ebenso wie die juckenden Stiche. Doch aufgrund des Wetters der letzten Wochen warnen Experten nun vor einer Mückenplage, wie es sie zuletzt vor etwa 40 Jahren gegeben hat.

Doch das Schlimme an den Steckmücken ist nicht das nervige Summen oder das Jucken, sondern die Gefahr der Krankheitsübertragung - längst nicht nur in südlichen Ländern der Welt. In den vergangenen Jahren gab es auch in Europa Übertragungen von Westnil-Fieber, Dengue oder dem Zika-Virus durch Stechmücken. Endemische Arten übertragen solche Krankheiten meist nicht, weshalb eine besondere Gefahr den invasiven Arten, also "zugewanderten" Mücken zugetragen wird.

Aktuell sammeln Forscher deshalb Daten über Mücken und bitten Bürger, Mücken einzuschicken, um sie zu kartieren. Einer dieser Einsendungen sei sehr beunruhigend, teilt Helge Kampen, Leiter der Arbeitsgruppe Medizinische Entomologie, mit. Demnach sei davon auszugehen, dass die Asiatische Tigermücke erfolgreich in Deutschland überwintert habe. Insgesamt konnten bisher sechs invasive Mückenarten nachgewiesen werden.

Für eine mögliche Plage sprechen jedoch nicht nur die optimalen Lebensbedingungen, das Wetter verkürzt die Brutzeit immens, sodass eine neue Generation innerhalb von zwei Wochen aus ihren Eiern schlüpft.

Worauf Mücken fliegen


Mücken ernähren sich wie Schmetterlinge von Nektar und Fruchtsaft. Da Weibchen allein dadurch jedoch keine Eier bilden können, saugen sie zusätzlich Blut. Dafür stechen die Weibchen ihre Opfer, um aus dem Blut Proteine zu gewinnen, welche sie zur Fortpflanzung benötigen. Um dabei die Gerinnung zu verhindern, injizieren Mücken ihren Speichel, der als Fremdkörper im menschlichen Körper erkannt wird und einen Juckreiz hervorruft.

Ihre Opfer orten Mücken anhand des CO2-Gehalts in der Luft. Kohlenstoffdioxid wird von uns allen beim Atmen ausgestoßen und macht uns so für die Mücken "riechbar". Hinzu kommt der Cocktail aus Ammonium und Buttersäure, Bestandteile unseres Schweißes, der sich auf unserer Haut bildet. Mücken lieben diesen Geruch und werden von ihm angezogen.

Mücken sind Alkoholiker - Wie man sich schützt


Knoblauch und Co machen uns leider nicht unattraktiver bei Mücken. Nachgewiesen werden konnte jedoch ein Zusammenhang zwischen dem Alkoholwert im Blut und der Attraktivität auf Stechmücken - Promillegehalt und Wirkung auf Mücken wachsen dabei proportional.

Da man sich mit Knoblauch nicht unbedingt schützen kann, muss auf Alternativen umgestiegen werden. Es kann bereits helfen, Spaziergänge im Schatten oder der Dämmerung zu meiden und das Licht bei geöffnetem Fenster abzuschalten (auch der Fernseher zieht Mücken an). Draußen hilft lange, weiße Kleidung gegen die juckenden Stiche. 
Wem das zu warm ist, kann auf Insektenschutzsprays setzen. Die verschiedenen Varianten bieten chemischen Schutz, sollten aber nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Mücken legen ihre Eier an der Wasseroberfläche ab. Das feste Verschließen der Regentonne kann verhindern, dass die Mücken im eigenen Garten nisten, zudem sollten schattige Seen und Flüsse gemieden werden, wenn man auf die Stiche verzichten will.

Moskitonetze vor den Fenstern und eine ausgiebige Dusche mit parfümfreiem Duschgel, um den Schweißgeruch vom Körper zu entfernen, anstatt ihn zu überdecken, können ebenfalls vorbeugen.

Was hilft beim juckenden Stich?


Der Mückenspeichel unter unserer Haut beginnt zu jucken, weil er ein Fremdkörper in unserem Körper ist. Kühlung verschafft nur kurzzeitig Abhilfe gegen den Juckreiz. Das verursachende Protein im Mückenspeichel wird jedoch bei 45°C zerstört, sodass Hitze gegen den Juckreiz helfen kann.
Protipp: Lieber die Sauna besuchen, als die Stiche auszubrennen, sonst gibt es statt des Mückenstiches am Ende eine Brandwunde.

Quellen: br.de, spiegel.de, sueddeutsche.de

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Europa zittert: Am 23. Juni entscheiden die Briten über ihren Verbleib in der EU.


"Früher war alles besser."


Das zumindest behaupten Brexit-Befürworter. Doch wann genau ist früher? Im 19. Jahrhundert als Großbritannien sich vor Kolonien weltweit kaum retten konnte? Als das Land die halbe Welt ausbeutete? Wohl kaum. Dennoch leben die Briten nostalgisch und so lebt Margaret Thatchers Überzeugung fort. Demnach würden Europäer die Ruhe stören, die sich Briten allzu sehr wünschten. Würde es den Briten außerhalb der EU besser gehen? Und welche Auswirkungen hätte ein Brexit auf uns?

Was bedeutet Brexit?


Britain + Exit = Brexit

Die Wortschöpfung beschreibt den möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU und entstand in Anlehnung an den Grexit, der in der Diskussion um den Austritt Griechenlands aus der Eurozone entstand.

Was geschieht am 23. Juni?


In einem Referendum dürfen die Briten über den Verbleib des Landes in der Europäischen Union bleiben. Dieses Privileg versicherte Cameron im Wahlkampf 2015 als Reaktion auf konservative Abgeordnete und die eurokritische Partei UKIP. Wählen dürfen am Donnerstag alle Briten, die mindestens 18 Jahre alt sind. Briten, die im Ausland leben, Iren und Angehörige anderer Commonwealth-Staaten sind ebenfalls stimmberechtigt. Auf dem Stimmzettel wird gefragt, ob Großbritannien Mitglied der EU bleiben soll, oder aber die EU verlassen soll.
Auf Twitter geistern bereits erste Abwandlungen herum:




Hier heißt es beispielsweise, Großbritannien solle Teil der EU bleiben, weil es Teil eines Größeren sein sollte und Probleme ausdiskutieren sollte, anstatt "nach Hause zu Mummy zu laufen". Oder aber die EU verlassen, weil etwa Trump oder Putin glaubhaft gemacht haben, dass die EU Schuld an allen Problemen sein. "Außerdem bin ich ein bisschen rassistisch."
Um 23:00 Uhr deutscher Zeit schließen die insgesamt 382 Wahllokale, die Auszählung erfolgt im direkten Anschluss. Ein endgültiges Ergebnis dürfte am Freitagmorgen feststehen. Die Entscheidung der Bürger muss jedoch zunächst durch das Parlament gebilligt werden, Experten halten  es jedoch für äußerst unwahrscheinlich, dass das Parlament sich dem Volk diesbezüglich widersetzt.

Wenn die Briten bleiben...


Bleiben die Briten Teil der EU, wird diese ihnen in den Arsch kriechen Zugeständnisse einräumen. Ausnahmen und Sonderregelungen sollen demnach speziell für Großbritannien greifen und so etwa erlauben, die Sozialleistungen für Zuwanderer zu kürzen. Cameron versicherte den Briten außerdem, dass Großbritannien auch bei Verbleib in der EU eigenständig bleiben und somit kein Teil eines europäischen Superstaates werden würde. 

Auch die Euro-Währung werde es in Großbritannien nicht geben, Dadurch sichert sich London wirtschaftspolitische Selbstständigkeit und ist nicht an die Europäische Zentralbank gebunden. Diese Extrawurst Sonderrechte genießen beispielsweise auch Dänemark und Polen.

Im Gegensatz zu Großbritannien gehören diese Länder jedoch zum Schengen-Raum, der freien Personenverkehr innerhalb der EU (und einigen Nicht-EU-Ländern) garantiert. Die Briten sicherten sich so das Recht zu, selbst zu entscheiden, wer das Land betritt und wer nicht. Ausweiskontrollen beim Einreisen aus der EU und beim Ausreisen in die EU sind der einzige Preis dafür.

"I want my money back", wird Margaret Thatcher häufig zitiert, wenn es um den EU-Finanzplan geht. Die Landwirtschaft der EU-Länder wird finanziell gefördert. dafür leisten alle Staaten Nettozahlungen an die EU. Da der Agrarsektor in Großbritannien geringer ausgebaut ist als etwa in Frankreich, erhält Großbritannien seit jeher jährlich zwei Drittel seiner Zahlungen zurück. Im Jahr waren dies sechs Milliarden Euro. Trotzdem bleibt Großbritannien einer der größten Netto-Zahler der EU. Auf der anderen Seite würden diese Netto-Kosten entfallen, wenn Großbritannien die EU verlassen würde.

Im Rahmen einer Deregulierung, also der Loslösung von EU-Vorgaben könnte Großbritannien etwa Klimaschutzziele zurückschrauben und so weiter Geld einsparen.

Wenn die Briten gehen...


Bisher hat noch kein Land die EU wieder verlassen, weshalb konkrete Folgen kaum absehbar sind. Hauptargument der Brexit Befürworter: Der Regulierungswut der Europäischen Union hemme die britische Wirtschaft. Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen jedoch, dass die Wirtschaft Großbritanniens bereits eine der am wenigsten regulierten Wirtschaften der Welt ist. Zudem würde ein Ausstieg aus der EU den Verlust des freien Zugangs zum EU-Binnenmarkt bedeuten. Diesen müssten die Briten spätestens zwei Jahre nach dem EU-Austritt verlassen. Anschließende Verhandlungen dürften hinter der Flüchtlinkskrise, dem griechischen Schuldendrama und dem Konflikt mit Russland erstmal auf sich warten lassen.
Konkret würde dies den Güterhandel mit Grobritannien hemmen. Der Mini, der von BMW in Großbritannien produziert wird, würde dann zusätzlich mit 10% Zöllen belastet, was ihn etwa für uns teurer machen würde. Auf der anderen Seite müssten die Briten Zölle auf Lebensmittel und Kleidung draufzahlen, bis neue Handelsverträge geschlossen worden sind.

Verlässt Großbritannien die EU, so müsste London die weltweiten Freihandelsabkommen neu verhandeln. Obama betonte bei seinem letzten Besuch in London, dass Washington nicht an zeitaufwändigen Verhandlungen mit einzelnen Ländern interessiert sei. 

Auch der Finanzmarkt in London würde darunter leiden. Einige europäische Banken überlegen sogar, ihr Geschäft in Großbritannien nach einem Brexit zu verkleinern. Nach dem Global Financial Centres Index belegte London im Jahr 2015 mit 796 den ersten Platz der weltweit bedeutendsten Finanzplätze. Auf Platz zwei folgt mit 788 Punkten New York, Tokio liegt mit 725 Punkten auf Platz 5. Nach einem Ausstieg aus der EU wäre Frankfurt auf Platz 14 das bedeutendste Finanzzentrum der EU.

Der Brexit würde zudem bedeuten, dass Arbeitnehmer aus der EU nicht mehr ohne weiteres in Großbritannien arbeiten könnten. Diese Arbeitskräfte würden den Briten dann fehlen. Durch den Verlust dieses attraktiven und flexiblen Arbeitsmarktes würden anschließend vermutlich die Ausländischen Direktinvestitionen entfallen. Bisher ist Großbritannien laut OECD das attraktivste EU-Land für Ausländische Direktinvestitionen.

Was bedeutet der Brexit für die EU?


Ohne Großbritannien wäre die Europäische Union ein klein wenig eintöniger und ein wenig schwächer. Großbritannien gehört zu den kulturell, wirtschaftlich und militärisch stärksten und einflussreichsten Ländern der Welt. Der Brexit wäre als auf jeden Fall ein Verlust für die EU.  Wirtschaftlich würde die Wettbewerbsfähigkeit gegen die USA, Indien oder China unter dem Verlust Großbritanniens leiden. 
Zudem befürchten EU-Politiker, dass der Brexit eine Vorbildfunktion einnehmen könnte und so auch andere Ländern den EU-Ausstieg wagen. Gerade deshalb würde die EU eventuelle Neuverhandlungen mit Großbritannien möglichst lange hinauszögern und unattraktiv gestalten. 
Fest steht: Der Brexit trifft die Europäische Union zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Nachdem zunächst das griechische Schuldendrama die wirtschaftliche Kluft zwischen Norden und Süden aufzeigte, begann die Flüchtlingskrise zunächst Ost und West zu spalten. Mittlerweile kämpfe jeder für sich allein, heißt es im Spiegel.

Andere jedoch glauben, dass die Briten mit ihren ewigen Sonderregelungen ruhig austreten könnten, weil dies die EU homogener machen würde. IHS Global Insight sagte, die Staaten würden so vermutlich näher zusammenrücken.

Die Angst vor dem Aussteigen weiterer EU-Länder ist nicht ganz unbegründet. Der französische Front National hat schon mehrfach den Frexit angesprochen und auch aus den Niederlanden wurden Stimmen für einen Nexit laut.

Fazit: Bitte geht nicht!


"Lasst sie doch gehen!", hört man viele Deutsche immer wieder sagen, dabei würden auch wir die Folgen des Brexit zu spüren bekommen. Einer Analyse des Ifo-Instituts zufolge würde die Automobilbranche am meisten unter dem Brexit leiden. Langfristig hätte das eine Abnahme unseres Bruttoinlandproduktes um bis zu 0,3% zufolge.
Deutschland braucht die Briten, die Europäische Union braucht die Briten und die Briten brauchen uns.

"Früher war alles besser." Mit dieser Aussage begann dieser Beitrag. Früher war Großbritannien eine Weltmacht, doch das sind sie längst nicht mehr. Trotz eines großen Einflusses ist Großbritannien ein eher unbedeutender Player in der Konstellation dieser Welt. Ohne das Zusammenwirken mit der Europäischen Union könnte der Staat es nicht schaffen, sich gegen aufstrebende Länder wie Brasilien, Indien oder China zu beweisen.

Prognosen und Projektionen von Ökonomen und Instituten zeigen, dass der Brexit nur in den wenigsten Szenarien positive Auswirkungen für die britische Wirtschaft haben könnten. Viel wahrscheinlicher sei demnach eine Art Schwebezustand, vor dem auch der britische Europaminister Lidington warnt. 

Ob Großbritannien die Europäische Union verlassen wird, erfahren wir in den nächsten Tagen. Welche Auswirkungen dies auf die Europäische Union, Deutschland und Großbritannien hätte - das bleibt weiterhin offen.

Quellen: spiegel.de, Glibal Financial Centres Index 2015, zeit.de


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Lehrer sein, heißt Verantwortung zu übernehmen.


30 Prozent der Lehrer und Erzieher leiden unter Burn-Out oder Erschöpfung, Tendenz steigend. Dies geht aus einem Gutachten des Aktionsrates Bildung hervor. Der Aktionsrat, der sich aus Forschern verschiedener Universitäten sowie PISA-Experten zusammensetzt, sieht die Ursachen in der Ausbildung, in der "zu idealistische Vorstellungen vom Lehrerberuf" vermittelt werden würden. 
Und auch meiner Meinung nach kommt im Lehramtsstudium die Praxiserfahrung zu kurz. Drei Schulpraktika in 5 Ausbildungsjahren - das ist die Gänze der Praxiserfahrung, mit der junge Lehrkräfte auf Schüler losgelassen werden. Erst im Referendariat erfolgt die Supervision durch einen Mentoren. Ist es dann bereits zu spät?

Der Traum, ein großartiger Lehrer zu sein


Ann Liebermann, Professorin von der Columbia University of New York, ist anerkannte Forscherin der Lehrerfortbildung und weiß, was eine gute Lehrperson ausmacht. "Großartige Lehrer fühlen sich in ihre Schüler hinein, sie respektieren sie und sind davon überzeugt, dass jeder von ihnen etwas Besonderes hat, worauf aufgebaut werden kann."
Lehrer als Pädagogen sind also ähnlich wie Erzieher. Gibt die Familie den Erziehungsauftrag phasenweise aus den Händen, tragen die Erzieher im Kindergarten und der Krippe diese Aufgabe. Bis zu einem Alter von etwa sechs Jahren (nach dem Entwicklungsstufenmodell von Montessori) werden die Kinder erzogen und sozialisiert, das heißt sie werden auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet, indem sie beispielsweise Sprechen und Laufen lernen.
In den darauffolgenden sechs Jahren sinkt der Anteil der erzieherischen Kompetenz der begleitenden Pädagogen. Zwar werden in der Grundschule noch viele Werte und Normen vermittelt, aufgrund der einsetzenden Pubertät wird die Erziehung durch die Lehrkräfte doch insbesondere zum Ende dieser Stufe schwieriger. Fachlehrkräfte sehen die Schüler pro Woche zwei Stunden. Klassenlehrer haben zwar mehr Kontakt zu den Kindern, begleiten sie aber auch nur während der Unterrichtszeit und selten darüber hinaus. Der Einfluss nimmt ab.
In der dritten Stufe der Entwicklung (etwa von 12-18) setzt die Pubertät ein. Eine schwierige Phase, voller Unruhen und Labilität. Aufgabe der Erziehung in dieser Phase ist es, die Entwicklung zu fördern, sie aber gleichzeitig auch zu schützen.

Die Schulen und somit die Lehrer müssen immer mehr Erziehungspflichten übernehmen, arbeiten dabei aber nicht selten gegen eine Wand. Rohrstock und Co gibt es schon lange nicht mehr, aber wenn Lehrer rein rechtlich die Schüler nicht einmal vor die Tür schicken dürfen, wenn sie den Unterricht stören, weil sie dadurch ihre Aufsichtspflicht verletzen würden, sind den Lehrkräften klare Grenzen in ihren Möglichkeiten gesetzt. Wie soll Erziehung nur durch Gutes-Zureden erfolgen?
Wie kann man den Ansprüchen an den Lehrerberuf gerecht werden?

Denken wir etwa an den Film "Sister Act", in dem eine falsche Nonne, gespielt von Whoopi Goldberg, aus einer Gruppe unmotivierter Nonnen begnadete Sängerinnen macht. Oder an "Fack Ju Göthe", wo Elias M'Barek aus "Problemschülern" das Beste rausholt. Motivation ist das Zauberwort. Wie motiviere ich Schülerinnen und Schüler, etwas zu lernen? Wie motiviere ich, meine Erziehung anzunehmen? Ein respektvolles Miteinander ist besonders wichtig, muss aber auch erst einmal erreicht werden. Und ob das möglich ist, liegt nicht zuletzt an der bisherigen Erziehung der Kinder.

Was soll Schule eigentlich leisten?


Offiziell soll Schule eine Stätte der Bildung und Erziehung sein. Schüler sollen zur sozialen Selbstständigkeit erzogen werden. Dabei ist die Schule auf das Mitwirken der Eltern angewiesen, in deren Pflicht es laut Grundgesetz liegt, ihre Kinder zu erziehen. Diese Aufgabenteilung gelingt jedoch in den seltensten Fällen, sodass Lehrkräfte immer mehr Aufgaben übernehmen müssen, während Eltern immer mehr mitreden wollen. 
Das Allenbach-Institut führte eine Umfrage durch, in der Lehrer und Eltern gefragt wurden, welchen Einfluss Lehrkräfte auf die Schülerinnen und Schüler haben können und sollen. Erschreckend: Fast die Hälfte der befragten Lehrer sagten, sie hätten wenig oder keinen Einfluss auf die Kinder. Selbst an Gymnasien empfinde es rund ein Drittel der Lehrer schwierig, Werte zu vermitteln. Diese Aufgabe, sagten 76% der Lehrkräfte, falle zunehmend auf die Medien und den Freundeskreis zurück.

Die Lehrer der Zukunft


Einer davon könnte ich sein - Lehramtsanwerber im vierten Semester. Und trotz laufenden Studiums, das auf das Berufsleben vorbereiten soll, bleiben viele meiner Fragen bislang offen. Wie reagiere ich beispielsweise korrekt auf Unterrichtsstörungen? Wie gehe ich mit respektlosem Verhalten um? Wie begegne ich Mobbing in meiner Klasse? Fragen, die mir mein Studium wohl auch nicht beantworten wird - der Verlust der Praxisnähe fällt mir immer wieder auf. Als angehender Geographielehrer soll ich den Schülern in der Orientierungsstufe topographisches Wissen - also das Arbeiten mit Karten näherbringen. In meinem Studium lerne ich diesbezüglich kaum etwas, sodass ich gestehen muss, nicht zu wissen, welches Land nordwestlich an Pakistan grenzt. Auch Iller, Isar, Lech und Inn könnte ich vermutlich nur mit Glück in der richtigen Reihenfolge  in die Donau münden lassen. Ich habe mich längst damit abgefunden, mir dieses Wissen eigenständig aneignen zu müssen.
Stattdessen begleiten mich Bodenhorizonte und umfangreichste Wirtschaftsgeographie durch mein Studium, Themen, die im schulischen Unterricht bestenfalls kurz und in keinem Fall so umfangreich zum Einsatz kommen.
Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb bin ich davon überzeugt, ein guter Lehrer werden zu können. Weil ich die Aufgaben des Lehrerberufes als Berufung verstehe und nicht als Job mit möglichem Beamtenstatus und vermeintlich viel Freizeit. Eine Aufgabe, an der ich wachsen kann und muss, in der ich mich kreativ, aber auch reflektierend mit anderen auseinandersetze und bei der ich Schülerinnen und Schüler begleite, unsere Zukunft zu werden.
Das Problem ist kein unbekanntes und so zerbricht sich selbst die Kultusministerkonferenz den Kopf darüber, mehr Praxisnähe ins Studium zu bringen. Eine wichtige Frage, denn unsere eigene Zukunft liegt in den Händen derer, die unsere Kinder erziehen - in den Händen der Lehrer.

Den Lehrkräften wird nicht nur die Vermittlung von Fachwissen aufgetragen, sie sollen die Schüler auch im engen Rahmen ihrer Möglichkeiten erziehen. Damit das funktionieren kann, benötigt die Lehrperson den nötigen Respekt. Diesen zu verlieren, macht es für Lehrer schwierig, auf die Klasse einzuwirken. Konsequenz ist das Stichwort. Ein Lehrer, der Strafen immer nur androht, sie aber nicht umsetzt, verliert seine Autorität.
Ein Lehrer, der geradlinigen Unterricht durchführt, verliert die Aufmerksamkeit der Schüler und gerät eher in Konfliktsituationen. Letztendlich muss jeder Lehrer seinen eigenen Weg finden und hoffen, dass die Eltern ihren Teil zur Erziehung beitragen.

Zukunft ohne Erziehung?


Louise und Daniel stellten auf ihrem Blog die Frage, wie die Kindererziehung des 21. Jahrhunderts aussehen könnte und müsste. Mir war es ein Anliegen, aufzuzeigen, dass Erziehung auch im 21. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielt, die zunehmend außerhalb der Familie, nämlich in der Schule und dem sozialen Umfeld des Kindes, ausgetragen wird.
Es ist zu beobachten, dass die disziplinäre Erziehung von Kindern in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen hat. Wo einst Eltern selbst von den eigenen Kindern gesiezt wurden, ist diese Form der Höflichkeit mittlerweile unüblich.
Dies spiegelt sich auch in der schulischen Erziehung wider. Zwar sind disziplinäre Erziehungsmaßnahmen weiterhin erlaubt, der rechtliche Rahmen wird dafür jedoch immer enger. Physische Strafen wie das Schlagen mit dem Rohrstock, aber auch viele andere Methoden, wie das Rausschicken vor die Tür, welches aufgrund der Verletzung der Aufsichtspflicht, oder das Verdonnern zu Klassenarbeiten, etwa in Form von täglichem Tafelwischen, was aufgrund des Diskriminierungsverbots, kritisch gesehen werden können, grenzen die Lehrer in ihren Möglichkeiten stark ein und stellen die Schule vor ein neues Problem.

Meiner Meinung nach sollten es nach wie vor die Eltern sein, die den größten Teil der Erziehung übernehmen. Denn obwohl Lehrer Fehler in Klassenarbeiten korrigieren, sollte die Korrektur von Erziehung keine primäre Aufgabe von Lehrkräften sein.

Respekt, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, eigenes Verhalten kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen sollten nach wie vor die Grundwerte der Erziehung sein. Doch wenn mir eine Lehrerin erzählt, wie an meiner ehemaligen Schule eine Gruppe Sechstklässler eine ältere Dame überfallen hat, um wenig später ein Video davon ins Netz zu laden, hinterfrage ich die Erziehungskompetenzen - und zwar nicht die der Lehrer.

Quellen: welt.de, zeit.de, sueddeutsche.de, web.ard.de, tagesspiegel.de, faz.net


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Geschlechtergerechtigkeit ist kein Selbstläufer


Die Natur hat eine klare Ordnung geschaffen - Mann und Frau. Auf die biologischen Unterschiede baut unsere Gesellschaft auf. Die älteren Männer verzichten nicht freiwillig auf ihre Privilegien, sodass es Frauen zunehmend schwer haben, sich im Kampf um Führungspositionen durchzusetzen.
Anzahl wöchentlicher unbezahlter Arbeitsstunden von Frauen: 29,5
Anzahl wöchentlicher unbezahlter Arbeitsstunden von Männern: 19,5 

Typisch Mann, typisch Frau


Männer und Frauen unterscheiden sich biologisch. Körpergröße, Geschlechtsorgane und Körperbehaarung sind die offensichtlichsten Unterschiede. Doch auch weniger offensichtliche Merkmale unterscheiden Mann und Frau voneinander. So sind Männer viel häufiger von der Rot-Grün-Schwäche betroffen als Frauen - etwa jeder zehnte Mann, aber nur eine von einhundert Frauen.
Forscher vermuten, dass die Sehschwäche auf dem X-Chromosom vererbt wird. Da Frauen zwei X-Chromosomen haben, kann das eine die Schwäche des anderen ausgleichen.

Auch die Hormone unterscheiden die beiden Geschlechter. Der Testosterongehalt ist bei Männern deutlich höher als bei Frauen, was Männer aggressiver und risikofreudiger macht.

Anteil der Jungen zwischen 11 und 17, die sich zu dick finden: 35,5%
Anzahl der Mädchen dieses Alters, die sich zu dick finden: 54,5%


Geschlechter kennen keine Grenzen - Männer dürfen auch weiblich sein


Sabine Hark ist eine der bekanntesten Genderforscherinnen Deutschlands. Sie erklärt, dass Geschlecht nur eine Kategorie sei, mit der wir die Gesellschaft ordnen würden.
Wir leben in einer Übergangsphase, einer Phase, in der die Grenzen verschwimmen, in der Geschlechterrollen aufbrechen. Geschlechter seien ein Produkt historisch-kultureller Prozesse. Nicht immer waren Männer des Westens so, wie sie heute zu sein scheinen. Erinnern wir uns etwa an die großen Könige der früheren Zeit trugen diese auf den meisten Gemälden enge Strumpfhosen. 
Auch heute wandelt sich die Wahrnehmung von Geschlechtern. Jeder lebt Geschlecht anders, auch wenn biologisch und juristisch ein männliches oder weibliches Geschlecht feststeht. Ob sich eine Person selbst in diesem Geschlecht sieht, ist nicht immer gegeben (→Hier erzählt Jerome von seinem Weg von einer Frau zum Mann).
Hark sieht das Geschlecht als "sozialen Platzanweiser" der Gesellschaft. Das Ziel sollte sein, Geschlechtergleichheit zu schaffen, dabei sei es egal, ob am Ende zwei, fünf oder zwölf Geschlechter staatlich anerkannt würden.

Frauen aus Männern


Geschlechtergleichheit gab es schon in der Bibel nicht. Eva wird aus Adams Rippe erschaffen, um ihm zu helfen. Frauen seien schon immer an die Seite gedrängt worden, erzählt Claudia Janssen vom Studienzentrum für Genderfragen der Evangelischen Kirche. So wurden Frauen beispielsweise bei der Verbreitung des Christentums in den Hintergrund gestellt, was mit Zitaten aus der Bibel legitimiert wurde. 

Historisch bedingt kommt den Männern seit jeher eine übergeordnete Rolle zugute. Die Auswirkungen der Entwicklung lassen sich bis heute spüren. Wir leben in einem "Vaterland", Frauen dürfen erst seit rund 100 Jahren überhaupt studieren, Feminismus ist kein Fremdwort mehr.

Was ist überhaupt gender?
Gender lässt sich mit "Geschlecht" übersetzen, entspricht aber nicht dem biologischen Geschlecht (engl. sex). Gender beschreibt das soziale Geschlecht und somit die Prägung einer Person durch Gesellschaft und Erziehung, 

Dass es heutzutage trotz vieler Versuche weniger Frauen als Männer beispielsweise in der Wissenschaft gibt, lässt sich auf Vorurteile zurückführen. Experimentelle Studien zeigen, dass bei identischen Bewerbungen auf Professuren Männer deutlich erfolgreicher abschnitten als Frauen. Während die "Frauenquote" in Deutschland noch nicht wirklich durchgreift, sind andere Länder uns weit voraus.
In Dänemark, Irland, Malta und Argentinien beispielsweise können Menschen zum Amt gehen und ohne großes Prozedere das Geschlecht wechseln - ganz ohne psychologisches Gutachten.
Die argentinische Provinz Buenos Aires, die in etwa so groß ist wie Polen, machte noch einen weiteres Schritt: Einer von 100 Angestellten des öffentlichen Dienstes soll aus der Trans-Community stammen. Die "Trans-Quote" soll Transpersonen helfen, sich in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. So sollen Vorurteile abgebaut werden. Im Alltag hingegen stoßen Transpersonen immer noch auf Diskriminierung.

Jeder redet von Political Correctness, jeder redet falsch.

Political Correctness befasst sich auf sprachlicher Ebene stark mit der Gleichberechtigung der Geschlechter. Liebe LeserInnen, das großgeschriebene Binnen-I ist wohl eine bekannte Variante, verstößt aber gegen wohl gegen die Regeln der deutschen Sprache. Wer auf Nummer Sicher gehen will, spricht dann lieber die Leserinnen und Leser an oder beraubt den Formen ihres Geschlechts.
So laufen an Universitäten nicht länger Studenten, die in der Wortkategorie männlich sind, herum, sondern "Studierende".
ABER: Student bleibt Student. Studierender ist er nur, während er an der Uni oder in der Bibliothek arbeitet. Wenn er seine Eltern besucht, studiert er nicht mehr - der Nachteil bei der Verwendung des substantivierten Partizip Präsenz.

Was ist eine Gender Gap?
Besteht ein großer Unterschied zwischen den Geschlechtern, verdienen also die Männer etwa 22% mehr als die Frauen, wie es in Deutschland derzeit beobachtbar ist, spricht man von "Gender Gaps". 

Diese Gender Gap wird auch beim Betrachten unterschiedlicher Berufsgruppen deutlich. So gibt es immer noch deutlich mehr weibliche Flugbegleiterinnen als männliche Flugbegleiter. Diese Ungleichheit, die sich auch in der Bezahlung bemerkbar macht, ist in Deutschland so hoch wie in kaum einem anderen Land der Europäischen Union.

Vereinzelt tauchen auch schon abstrakte Formen auf, die gängige Geschlechtervorstellungen brechen sollen. Doch ob sich Formen wie "Professx" jemals in den allgemeinen Sprachgebrauch integrieren werden, darüber müssen wir erst nochmal reden.

Quellen: fluter (57),2015/16, bpb.de/gender

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Geboren im falschen Körper

Homosexualität in der Öffentlichkeit



Nie wird mehr gelogen als vor einer Wahl. Politiker sagen viel - viel zu viel. Oder aber gar nichts. Was unsere Regierung uns verschweigt.


Am heutigen Donnerstag stimmte der Bundestag über die Armenien-Resolution ab. Bei der Abstimmung nicht anwesend: Kanzlerin Merkel, Steinmeier und Gabriel. Merkels Rede über digitale Bildung, Steinmeiers Dienstreise in Lateinamerika und die Vorsprache Gabriels vor der Bauindustrie sind nun einmal wichtiger, als die Abstimmung über eine Resolution zum Völkermord an den Armeniern vor einem Jahrhundert. Die drei Politiker wahren ihr Schweigen zu diesem Thema - sie sehen das deutsch-türkische Verhältnis in Gefahr.

Doch es gibt noch mehr Dinge, die die Regierung nicht sagt - zumindest nicht uns. Übergriffe in einer Flüchtlingsunterkunft - ein Vorfall, der nach Möglichkeit nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Doch es gibt noch weitere Geheimnisse, Dinge, die unsere Regierung uns "aus Gründen des Staatswohls" verschweigt.

No-Go-Areas: Wo selbst die Polizei nicht mehr hingeht


No-Go-Areas - Orte, an denen ich in Deutschland besser nicht auf die Straße gehe. Es gibt sie, nicht nur einmal. So gibt es in Berlin beispielsweise Stadtteile, in denen sich die Polizei nicht mehr traut, Fahrzeuge anzuhalten. Auch in Bremen, Duisburg und Dortmund gibt es solche Bezirke. Das Problem: die Viertel werden von ausländischen Großfamilien regiert. Gibt es in Deutschland jetzt rechtsfreien Raum?

"Es gibt keinen rechtsfreien Raum, da per Definition überall in Deutschland die deutschen Gesetze gelten", argumentiert die Kölner Oberbürgermeisterin wenige Tage nach der Silvesternacht dagegen.
Doch nur weil Gesetze gelten, werden sie nicht immer eingehalten. In der Silvesternacht galten die Gesetzte Deutschlands, doch niemand setzte sie durch. So wurden Frauen begrapscht, Feiernde beklaut.
Wenig später in Gelsenkirchen: Leiter der Polizeiwache treffen sich zu Verhandlungen mit einem Libanesen-Clan, der 2015 eine Gruppe von Polizisten niederschlug. Während der Verhandlung steht die Polizei, die Frieden aushandeln möchten, auf der einen Seite, die Libanesen. "Ihr könnt einen Krieg mit uns nicht gewinnen - wir sind zu viele", sagte Walid S., Mitglied des Libanesen-Clans.

Warum sich Europa nicht abschotten kann


Das Flüchtlingslager in Indomeni - Teil einer perfiden Strategie, neue Flüchtlinge abzuschrecken. Doch was bringt die Abschreckung, wenn dennoch Hunderttausende nach Europa kommen? Doch das ist erst die Spitze des Eisbergs, denn es wird die Regierung selbst sein, die die Flüchtlinge nach Deutschland holt.

Gemeinsam mit 28 EU-Staaten und der Türkei handelte die Kanzlerin ein Abkommen aus. Für jeden irregulären Migranten, den die Türkei aus Europa aufnimmt, nehmen wir einen Migranten regulär aus der Türkei. Ein unmoralisches Tauschgeschäft, besonders wenn man den kleinen Zusatz beachtet, in dem es heißt: "Sollten die irregulären Überfahrten zwischen der Türkei und der EU deutlich reduziert werden, aktiviert sich ein freiwilliges Humanitäres Aufnahmesystem". 250.000 Syrer solle Europa demnach jährlich aus der Türkei aufnehmen.

Fracking durch die Hintertür


TTIP - das Freihandelsabkommen, das ab 2017 das Leben von 800 Millionen Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks beeinflussen könnte. Das umstrittene Fracking soll dann möglicherweise auch in Deutschland per Gesetz erlaubt sein. Die Verhandlungen dazu: streng geheim. Keine Handys, keine Stifte, kein Papier dürfen mit in den Verhandlungsraum genommen werden.
Fracking ist eine Methode, bei der durch Löcher Chemikalien in den Boden gepumpt werden, die Öl und Gas aus dem Gestein lösen. Die genauen Inhalte TTIPs sollen geheim bleiben, weil sonst die meisten Menschen dagegen wären. Fracking wird zudem verdächtigt, Erdbeben auszulösen - bald vielleicht auch in Deutschland.  (mehr zu TTIP →)

Plastik im Trinkwasser


Wir halten unser Trinkwasser für klar. Keine Partikel, kein Geruch, keine Trübung. Wir alle gehen davon aus, dass wir das Wasser bedenkenlos trinken können. Bakterien, Pestizide und Düngemittel sind nachgewiesen nicht in unserem Trinkwasser enthalten. Unser Trinkwasser wird regelmäßig auf diese Punkte geprüft, stets negativ.
Nicht geprüft wird jedoch der Anteil an Plastikpartikel im Wasser. Diese sind im Trinkwasser enthalten und legen sich in Magen und Darm ab. "Das kann für den Menschen zur Gefahr werden", weiß Stephan Pflugmacher-Lima von der Technischen Uni in Berlin.

Wie gelangen Plastikpartikel in unser Trinkwasser? Sie sind in Kosmetikartikel und Duschgel, sowie ich Kleidung enthalten. Bei jedem Waschgang gelangen über die Waschmaschine mehr als 1.800 Partikel ins Abwasser. Davon sind einige zu klein, sodass sie auch nach der Klärung noch im Wasser enthalten sind - das Plastik im Trinkwasser. Denn anschließend begibt sich das Wasser auf seinen Weg zum Softdrink-Hersteller. Dort finden wir ein winziges Plastikteil in einem Liter Wasser - klingt zunächst wenig, sind aber bei zweit bis drei Liter, die ein Mensch am Tag trinken sollte rund 1.000 Teilchen im Jahr. Da die Folgen von Plastik im Körper jedoch bei Menschen noch nicht erforscht sind, hält es niemand für notwendig, etwas dagegen zu tun. Warum sollte die Regierung denn auch mehr Geld für feinere Kläranlagen ausgeben, wenn es gar kein nachgewiesenes Problem gibt.

Quelle: wdw 5/16


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